Hubertusmesse in der Lambertikirche

„Es sieht ein bisschen aus wie Heiligabend“, freute sich Diakon Dr. Ralf Hammecke über die Besucherfülle: Münsters Lambertikirche war bis auf den letzten Platz belegt; manche hatten sogar eigene Sitzhocker mitgebracht – Münsters Kreisjägerschaft hatte am 9. November zur traditionellen Hubertusmesse geladen.

Der Altar war mit Tannengrün und Geweihstangen jagdlich dekoriert und die vier Bläsercorps standen bereit, um die festliche Messe musikalisch zu begleiten: Die Jagdhornbläser Davert-Amelsbüren, die Kiepenkerl-Jagdhornbläser Münster, die Parforcehornbläser Münsterland sowie die Jagdhornbläser Münster-Rüschhaus.

Neben Dr. Ralf Hammecke wurde der Gottesdienst von Dompropst Hans-Bernd Köppen geleitet. Das Konzept der Messe hatte der Ehrenvorsitzende der Kreisjägerschaft, Hubert Große Kleimann, mit ausgearbeitet. Unter den Gästen war auch Regierungspräsident Andreas Bothe.

Hammecke erinnerte in seiner Predigt daran, dass der heilige Hubertus als Bischof von Maastricht Nachfolger des heiligen Lambertus war, dem Namenspatron von Münsters Stadt- und Marktkirche am Prinzipalmarkt.

Hammecke erwähnte, dass die Jagd kein Hobby sei, sondern Passion und verglich sie mit dem christlichen Glauben. Er erinnerte auch an das Bekehrungs- und Erweckungserlebnis des hl. Hubertus und mahnte, dass ein Innehalten in Demut vor der Natur gute Gelegenheit sei, den eigenen Lebenskompass zu überdenken – wie die Jäger sagen, „den Schöpfer im Geschöpfe ehren“.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Philip Schulze Buschhoff, war von der Resonanz begeistert und sagte: „Wir wünschen uns, diese schöne Tradition auch zukünftig fortzuführen.“